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Nach Stolperstart: Tollwut-Herren unterliegen Potsdam


(ymr). In Spiel eins der Halbfinalserie in den Playoffs der zweiten Floorball Bundesliga mussten sich die Herren des TSV Tollwut Ebersgöns mit 9:15 (2:7/4:4/3:4) gegen den SC Potsdam geschlagen geben. Für ein Weiterkommen ins Finale brauchen die Tollwütigen nun auswärts zwei Siege gegen den Meister der Süd/Ost-Staffel. 

 

Als Hauptrundenmeister der Süd/Ost Staffel waren die Gäste aus Potsdam gegen Ebersgöns leicht favorisiert. Das wollten die Potsdamer auch gleich ab der ersten Sekunde des Spiels unter Beweis stellen. So verzichteten die Gäste gänzlich auf eine Abtastphase und gingen nach nur 27 Sekunden mit 1:0 in Führung. Zwar glich Ebersgöns eine Minute später durch Lian Rau (Vorlage Anton Hautzel) nach einem schnell ausgespielten Konter aus, doch war der SC im ersten Drittel die klar bessere Mannschaft.  

 

In der dritten Minute ging Potsdam erneut in Führung und konnte in der Folge bis zur achten Minute bis auf 5:1 davonziehen. Während die Tollwütigen in den Anfangsminuten oft verunsichert wirkten, zog Potsdam ein schnelles und hocheffektives Spiel auf. 

 

Das Spiel drohte für Ebersgöns zu einer deutlichen Klatsche zu werden, doch ab Mitte des ersten Spielabschnitts gelang es dem Dorfverein zurück in die Spur zu finden. In der zwölften Minute war es erneut Lian Rau, der auf Zuspiel von Anton Hautzel auf 2:5 verkürzte. Doch Potsdam konterte und stellte den alten Vorsprung wieder her, ehe sie zwei Minuten vor der Pause zum 7:2-Drittelstand einnetzten. 

 

Auch wenn fünf Tore im Floorball durchaus aufholbar sind, war klar, dass es gegen den SC enorm schwer werden würde, das Spiel noch zu drehen. Aber die Tollwut zeigte sich ab dem zweiten Drittel kämpferisch und wurde dafür auch zunächst belohnt: Drei Minuten nach Wiederanpfiff war es einmal mehr Lian Rau, der den Pass von Anton Hautzel zum 3:7 ummünzte. Aber: Erneut fand Potsdam kurz darauf die passende Antwort und erhöhte bis zur 29. Minute 9:3. Auch das 4:9 durch Lian Rau (Vorlage Marius Herrmann) in der 34. Minute war nur von kurzer Dauer. In der 38. Minuten gelang dem TSV dann ein Doppelschlag durch das Stürmer-Duo Hautzel und Rau, die auf 6:10 verkürzten. Doch das Spiel schien wie verhext für den Dorfverein – eine Minute später stellte Potsdam auf 6:11. 

 

Im Schlussabschnitt brauchte es jetzt schon fast ein kleines Wunder für die Tollwütigen, um noch siegreich vom Platz zu gehen. Kurz keimte Hoffnung auf: Anton Hautzel verkürzte mit seinem Doppelschlag binnen drei Minuten auf 8:11. Direkt im Anschluss hatten die Hessen sogar noch die Riesenchance zum 9:11 und hätten das Spiel damit wieder eng gemacht. Doch Potsdam auf der anderen Seite war eiskalt und stellte bis zur 51. Minute den alten Vorsprung wieder her. Bis 15 Sekunden vor Schluss folgten noch die Treffer zum 15:8. Zumindest der Schlusstreffer gebührte aber dann der Tollwut: drei Sekunden vor Spielende war es Martin Meyer der zum 9:15 einnetzte. 

 

Durch die Niederlage liegen die Ebersgönser in der Best-Of-Three-Serie des Playoff Halbfinals mit 0:1 hinten. Für ein Weiterkommen ins Finale brauchen die Hessen nun also auswärts zwei Siege gegen den SC. Spiel zwei steigt bereits am kommenden Samstag um 16 Uhr in Potsdam, während ein mögliches Entscheidungsspiel einen Tag später folgen würde.  

 

 

Für den TSV Tollwut Ebersgöns spielte: 

Lian Rau (4 Tore/2 Vorlagen/0 Strafminuten), Leon Bink (0/0/0), Martin Meyer (1/0/0), Lasse Kröll (0/0/0), Marius Herrmann (0/2/2), Sami Brachtel (0/0/0), Elian Memedi (0/0/2), Florian Beppler-Alt (0/0/0), Noah Kolodziej (0/0/2), Anton Hautzel (4/3/2), sowie Alexander Knoop und Finn Rau im Tor. 

 

Die weiteren Ergebnisse des Spieltags: 

SC DHfK Leipzig vs. Lilienthaler Wölfe 3:4. 

 

 

Zum Bild: 

Das Bild zeigt Tollwut-Spieler Anton Hautzel am Ball. Mit den beiden Treffern zum zwischenzeitlichen 8:11 ließ er die Hoffnung auf einen Ebersgönser Sieg noch einmal aufleben.